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Autor Thema: Gelenkwelle unterwegs reparieren...  (Gelesen 385 mal)

Offline RoBi

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Gelenkwelle unterwegs reparieren...
« am: Juli 12, 2020, 00:54:32 »
Tach Leute,

auf der letzten Tour hatte ich so ein komisches Knurren von der Vorderachse. Aaaa, Diff kaputt! Alles lagermäßig neu gekauft, mit passenden Distanzscheiben saugend eingebaut -- es knurrt noch immer. Na Prost.

VTG ist wohl ein Lager hin, dachte ich mir. Also VTG (hat seit paar Jahren 100% Rollenlager) zerlegt, alles ist aber noch neuwertig gewesen. Na, wenigstens ist es jetzt wieder mit Gummizeug abgedichtet, der komische anaerobe Klebermist hat das Öl nicht lange gehalten.

Knurren ist noch immer. Schei*** drauf, dachte ich mir, dann fliegt eben unterwegs was weg, und ich schraub es dann eben vor Ort. Lets go East!

Es kommt nur im 5. Gang, darum hab ich Schaltgetriebeschaden (ZF S5/24) ausgeschlossen. Es tritt nur auf, wenn kaum Last anliegt oder beim Lastwechsel. Wenns knurrt, kann man es mit kurz Gas wegnehmen für paar hundert Meter "abschalten" bis es wieder kommt. Warm wird es immer stärker.

Auf die Lösungsidee brachte mich Jens Naviprofi: Schubstück der Kardanwelle! Die kurze zum Getriebe ist neu, scheidet aus. Die hintere ist 1A, ist die "moderne" Robur-Welle ohne Faltenbalg.

Es ist dann wohl die vordere, passt ganz gut zum Kribbeln im Fußboden. Fühlt sich nicht riesig an das Spiel, ist aber da. Und: es ist weg, wenn man mit Allrad fährt, denn dann ist die Welle durch Verspannung immer mit Drehmoment belastet.

Dass es nur im 5. ist klingt auch logisch, dann ist die Motordrehzahl gleich der Wellendrehzahl, schöne Bedingung für ne Resonanz.

Könnte jetzt die Welle ausbauen und ohne Allrad fahren, ist aber blöd im Baltikum. Muss  nun die Welle im Schubstück irgendwie "straffen". Erste Idee war, von außen einen Gummischlauch wie z.B. vom Moppedreifen drüberziehen. Oder ganz dickes Fett reinpressen. Oder Schubstück auseinandernehmen, und dann was damit machen? Irgend eine Idee? Dünnes Dosenblech dazwischen?

Hab schon bei ebay geschaut, da ist in Polen oder Baltikum nichts im Angebot.

Oder ich bestelle einfach ne neue, bloss wohin? Frage mal den ACE. Hatte schonmal von Hoffmüller ein Paket mit Hauptbremszylinder nach Riga zum ADAC-Partner senden lassen. Ging echt schnell. Aber ne Gelenkwelle?

Hmmm. Wer hat eine Idee?

Ist jetzt keine echte Panne, eher ein Pännchen. Könnte aber irgendwann wegfliegen das Ding. Die Vibrationen sind bestimmt nicht gut.

Sven und Robi,
irgendwo zwischen Stettin und Gdańsk , glaube ich.
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Offline Mario

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Re: Gelenkwelle unterwegs reparieren...
« Antwort #1 am: Juli 12, 2020, 07:16:29 »
Moin Sven,

Ich würde die Welle mal probehalber ausbauen und nen Stück ohne fahren. Nicht das du da nen riesen Aufwand mit Verschicken etc. Hast und am Ende wars die auch nicht.

Was verstehst du denn unter knurren? Meine vibrirrt im 5. - genau wie du schreibst. Ist da seit ich das Auto habe und schiebe es auf das Spiel der Welle+Interferrenzen. Bis jetzt ist jedenfalls nix abgefallen  8)

Offline Toni

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Re: Gelenkwelle unterwegs reparieren...
« Antwort #2 am: Juli 12, 2020, 10:19:22 »
Moin Sven.
Ich würde erstmal versuchen, die Welle richtig mit dickem Fett abzuschmieren.
In die Verzahnung was "beizulegen" sollte kaum bis garnicht funktionieren.
Du könntest ggf, abweichend der Pfeile, die Welle mal 180 Grad verdreht zusammen bauen. Vielleicht hilft es, wobei die Verzahnung theoretisch gleichmäßig verschleißt.


Offline RoBi

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Re: Gelenkwelle unterwegs reparieren...
« Antwort #3 am: Juli 12, 2020, 10:52:45 »
Wie lernte Werner schon in der Schule: "Denk immer daran, mim Öl nich sparsam sein"

Okay, das mit dem dicken Fett werde ich machen. Mal sehen, was ich hier in Polen so auftreiben lässt. Vielleicht kratze ich etwas Seilfett von ner Bergbahn ab, hihi

Werde berichten, was es bringt.

Grüße, Sven und RoBi
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Offline RoBi

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Re: Gelenkwelle unterwegs reparieren...
« Antwort #4 am: Juli 14, 2020, 16:15:31 »
Sooo,

 in einem polnischen Fachmarkt habe ich nun eine chinesische Fettpresse und eine Kartusche durchschnittlich zähes Fett bekommen. Heute  hatte ich nun Gelegenheit, mich in aller Ruhe unter den Robur zu legen und mich mit den Nippeln zu beschäftigen. Das ist eine ganz komische Sache.

Die Gelenkwelle zwischen Getriebe und Verteilergetriebe habe ich ja bei Reuß neu machen lassen, diese hat überhaupt keine Möglichkeit, das Schiebestück ab zu schmieren. Es hat auch eine seltsame Beschichtung auf der Gleitfläche, ist wahrscheinlich was ganz tolles.

Die hintere Gelenkwelle ist die Ausführung ohne Faltenbalg, mit Dichtungsring am Schiebestück. Habe ich bei FBZ gekauft. Wenn ich da Fett rein Presse, kommt aber aus dem Dichtungsring nichts raus. Ich vermute, ich drücke das überschüssige Fett dann in die Gelenkwelle, also in das Hohlrohr. Na so ein Quatsch.

Die vordere Welle, auch bei FBZ gekauft, hat noch Faltenbalg. Ich habe den Spannring gelöst und den Balg runter geschoben weil mir irgendwie nicht klar war, wie das Fett sich in den Zähnen verteilen soll, denn der Schmiernippel sitzt ja relativ nahe am Ausgang, am Ende der Welle. Und genauso war es wie vermutet, das Fett tritt auf relativ kurzem Weg an der Verzahnung wieder aus, ne natürlich nicht gleichmäßig sondern nur dort, wo der Nippel eben ist. Schon wieder Quatsch . Und es kann doch doch nicht sein, dass das überschüssige Fett dann in der Manschette verbleibt, ein Loch zum raus Fördern habe ich jetzt nicht gesehen.

Probefahrt mache ich die nächsten Tage, eine Strasse für den 5. Gang gibt es hier nicht. Die Strecke ist teilweise so schlecht, dass mich die sonst nicht langsamen Polen  nicht überholen wollen.

Grüsse, Sven und RoBi
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Re: Gelenkwelle unterwegs reparieren...
« Antwort #5 am: Juli 15, 2020, 11:04:44 »
Wie sagte Nahles: Ätschibätsch.
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Offline Toni

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Re: Gelenkwelle unterwegs reparieren...
« Antwort #6 am: Juli 15, 2020, 11:16:48 »
Das Bild macht Lust auf mehr ;)

Die Sache mit den Wellen ist doch doof.
Die kurze vom Getriebe zum VTG hat bei mir auch keinen Nippel und ließ sich auch nicht komplett auseinanderziehen, beim hochkant zusammen schieben kam aber etwas Wasser aus der Verzahnung  :'( Scheiß neue Technik.


 

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