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Diskussion => Allgemeines => Thema gestartet von: RoBi am Juni 17, 2010, 14:49:19

Titel: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: RoBi am Juni 17, 2010, 14:49:19
Tach,

mal eine Schnapsidee-Frage an Euch:

Wäre es vorstellbar, dass man einen Bremskraftverstärker als Kupplungskraftverstärker einsetzt? Meine Frau kann das Pedal fast nicht durchtreten, der LD benötigt da ganzschöne Kräfte. Lager sind alle geschmiert, beide Zylinder neu - trotzdem eben heftig.

Oder hat jemand eine andere Idee?

Danke
Sven
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: ingo am Juni 17, 2010, 15:23:11
Umbau auf Gestänge? Ich hab mit dem hydraulischen Kram ja keine Erfahrung, aber so schwer, dass man es kaum treten kann sollte es nicht gehen... Die Bremsen erfordern trotz Verstärker bei mir mehr Kraft als die Kupplung. Ist die Leitung zwischen Geber und Nehmerzylinder eigentlich komplett Metall oder ist da ein Stück Schlauch dazwischen? Wenn ja, dann könnte der Schlauch gequollen sein.
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: RoBi am Juni 17, 2010, 16:05:21
Hmmm,

Gestängeumbau wäre ggf auch eine Alternative. Nunja, für mich ist die Kupplung noch normal, aber eben für (m)eine Frau isses zuviel.

Schlauch ist -wie alles an der Betätigung - auch neu.

Denke, die Kraft ist konstruktiv bedingt. Wnn ich sehe, wie groß die LD-.Kupplungsfeder ist, isses mir klar.

Oder auf Druckluft umbauen?

Sven
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: ingo am Juni 18, 2010, 07:56:32
Meine Freundin hat eigentlich nur das Problem, dass der Schwingsitz etwas sehr weit oben ist. Über die Kupplungskraft hat sie noch nicht geklagt. Könnte aber auch sein, dass mein Bus eine Benzinerkupplung eingebaut hat (Wurde von irgendeinem meiner Vorgänger sehr seltsam auf den LD umgebaut). Ich dachte allerdings immer, dass beide Kupplungsautomaten gleich sind. Falls es unterschiede gibt, dann probier halt nen Automaten vom Benziner. Das sollte funktionieren, weil das maximale Drehmoment des Diesels sogar niedriger liegt als beim LO. Hat mich auch überrascht... Info hab ich hier her: http://www.ifa-datenbank.de/tools.php3 (http://www.ifa-datenbank.de/tools.php3)

Auch bei der Feuerwehr ist die Kupplung eigentlich leichtgängig und auch für meine Freundin völlig ok. Wie neu sind denn die Teile, die du verbaut hast? Ich hab im Forum schon mehrfach gelesen, dass gerade Gummikram schon beim Kauf kaputt sein kann und in so einem Geber/Nehmerzylinder kann ja auch schon Rost sitzen, wenn er schlecht konserviert war?
Druckluft ist noch aufwändiger als die Lösung mit dem BKV. Theoretisch sollte es gehen, aber ich weiß nicht, ob die Kupplung noch sinnvoll dosierbar ist oder ob man dann immer hüpfend anfährt... Ich finde ein Gestänge auch vom Wartungsaufwand und den Fehlerquellen sehr angenehm.
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: Norbert04 am Juni 18, 2010, 17:46:54
also ich habe Gestänge beim original-LD und Hydraulik beim Deutz, aber beide gehen etwa gleich schwewr, leicht und für die Damen händelbar trotz \"Untergröße\", da muss noch mehr dahinterstecken
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: RoBi am Juni 18, 2010, 21:18:20
Vielleicht hab ich einfach die falsche Frau zur Kupplung ;)
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: RoBi am September 18, 2013, 19:30:37
So,

die Schnapsidee ist in die Tat umgesetzt.

Habe den BKV für die Hinterachse in den Hydraulik-Kreislauf der Kupplung geschleift.

Dafür ist der Lastabhängige Regler auf den Schrott geflogen, Verstärkung und Abreglung waren ja nicht gard sinnvoll für meinen Einsatzzweck (es gibt kaum Gewichtsschwankungen auf der HA.)

Ergebnis:

ca 50% weniger Betätigungskraft! Ich find es hervorragend. Morgen messe ich es mal mit einer Waage.

Das nimmt den 200 Kreiverkehren - und 800 Schaltvorgängen am Tag den Schrecken, wenn man mal durch Spanien tingelt.

Sven und RoBi
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: WaldLO am September 18, 2013, 19:34:22
Hallo,
hättest dir es wesentlich einfacher mit einem Gestänge gemacht. Denn die hydr. Kupplung geht sehr viel schwerer als eine gestängebetättigte Kupplung!
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: RoBi am September 18, 2013, 20:44:21
Sicher,  aber das hätte ich nicht bauen wollen. Die Deutz-Kupplungsbetätigung ist rechts an der Glocke.

Vergleiche mal den Aufwand zwischen drei Bremsrohren biegen und anschrauben gegen den, die Hydraulik komplett auf Gestänge mit Anlenk-und Umlenkpunkten, Gegenlagern, Federn, Kebelchen usw. umzubaun. Wüsste granicht, wie ich das ganze Stangengeraffel unterbringen soll.

So find ich es einfacher. Hab schon mit dem Motorumbau genug Scherereien.

Sven und RoBi
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: reini71 am September 18, 2013, 21:10:58
...super Idee....solange man funktionierende BKV hat. meine beiden sind platt 8)  bei beiden Wogn..
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: petermann15 am September 18, 2013, 21:13:53
sven,bei dir ist sie viell rechts ,ich habe rechts und links -abgang für ausrückung!wie schon mal gesagt:war nicht schwer -um zu bauen,und kann mein k-pedal mit dem zeige finger drücken!mfg peter
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: Entenrudi am September 18, 2013, 23:00:47
Hallo Sven,

 die Idee mit dem BKV als Verstärker ist nicht schlecht, allerdings auch eine ganze Menge Schrauberei.
Das Problem mit der schwergängigen hydraulischen Kupplung hatte ich auch nach meinem Umbau auf  MAN Motor mit Getriebe. Ich bin allerdings einen anderen Weg gegangen. Die hydraulische Übersetzung
durch einen anderen Geberzylinder zu ändern war einfacher und hat nur 2 Stunden Schrauberei mit Anpassungsarbeiten ausgemacht.


Gruß Torsten
Titel: Re: Kupplungskraftverstärker
Beitrag von: RoBi am September 19, 2013, 07:45:07
Zitat
die Idee mit dem BKV als Verstärker ist nicht schlecht, allerdings auch eine ganze Menge Schrauberei.

Eben das fand ich nicht. Brauchte ja nur drei Bremsleitungsrohre neu anschrauben. Fertig war es.

Ja, es kann gut sein, dass die Übersetzung zwischen den Zylindern nicht ganz hinhaut. Auch dass muss ich mir mal ansehen. Es gibt nix, was sich nicht noch weiter verschlimmbessern lässt. Müsste mal die Betätigungswege messen, Kolbendurchmesser ermitteln und dann bissl rechnen.

Ich hab es eben erstmal so gelöst. Hinten brauch ich keinen BKV.

Außerdem zischt es so schön wichtig beim Kupplungstreten...  :D wie bei einem Großen!

Sven und RoBi