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Autor Thema: Mein neuer Bus  (Gelesen 34937 mal)

Offline RoBi

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #75 am: Februar 20, 2019, 07:58:08 »
Hallo Peter,

Kann mir vorstellen, dass es mit den Magneten funktioniert, wenn man sie an Resonanzpunkte setzt. Sozusagen oben auf die stehende Welle. Muss man aber erstmal finden....

Hatte Magnete für meine Antennenträger verwendet. Musste feststellen, dass es darunter schnell zu rosten anfing.

Entdröhnung hab ich mit offenpoorigen Gummigranulatmatten gemacht. Funzt hervorragend, und es gibt kein Schwitzwasser drunter. Geklebt mit dem Kontaktkleber, den man beidseitig aufpinselt und antrocknen lässt.

Grüsse, Sven und RoBi.
Robur im Museum ist wie Asche in der Urne. Nur auf der Straße leben sie weiter!
Unser RoBi hat schon DDR - BRD - Frankreich - Spanien - Andorra - Portugal - Polen - Slowenien - Österreich - Litauen - Lettland - Estland gesehen.

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #76 am: Februar 23, 2019, 10:54:50 »
Danke für Euer Feedback!

Wegen Magneten: Die meisten Erklärungsansätze beziehen sich ja, wie auch meiner, auf die Masse des Magneten, welche das Blech ggf. aus der Resonanz bringt.
Bei dem damals beworbenen Prinzip sollte auch das Magnetfeld selbst irgendwelchen wundersamen Einfluß auf das Material haben. Wenn ich mich recht erinnere haben die irgendwelche geheimnisvollen Messungen gemacht und dann ihre Magnete (oder magnetische Karten?) überall hingeklebt, auch an Motoren und Fahrwerksteile. Ich glaube, das war sogar mal in der Oldtimerpraxis. Leider ist das viele Jahre her und ich finde nichts mehr dazu. Ich erinnere mich nur noch daran, daß das Ganze für mich damals ziemlich nach Esotherik roch.

Nun gut, weiter ging's am Rahmen der Frontscheibe. Da war praktisch alles durchgegammelt bzw. papierdünn, so daß nur großflächiger Neubau übrig blieb.
Zunächst wurde provisorisch ein Kastenprofil eingeschweißt, damit der Rahmen seine Form behält und der vergammelte Mittelsteg herausgetrennt.



Die kleine Abkantbank leistete wieder hervorragende Dienste:



Dann wurde das Umfeld der Dachkante bzw. des Fensterrahmens aus Millimeterblech wieder hergestellt und der vorgefertigte Mittelsteg eingeschweißt. Nach dem Schweißen waren noch ein paar sanfte Richtarbeiten nötig, dann passte es.



Nun wurde die Innenschale des Dachrahmens ebenfalls aus Millimeterblech geformt und eingebraten. Der im Bild sichtbare originale Halter für den Rückspiegel wurde übrigens wiederverwendet. :D



Kurze Kontrolle der Paßform:



Dann waren die unteren Ecken dran. In diesem Zuge wurde auch klar, wie die Mäuse in den Dachhimmel gekommen sind. Nach dem Aufschneiden fanden sich Haufen von Dreck und Haselnüssen im Querträger, Also muß der Mittelsteg der Weg nach oben gewesen sein. Es hat eine ganze Weile gedauert, das Zeug mit dem Staubsauger herauszubekommen. Heute ziehe ich noch ein Leerrohr ein, da ich das Loch hinter der originalen Lautsprecherverkleidung (siehe erstes Bild) für eine DAB+ Antenne nutzen möchte und vielleicht noch eine versteckte USB- Buchse vorsehe.




Land in Sicht.
« Letzte Änderung: Februar 23, 2019, 10:57:30 von Surströmming »

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #77 am: Februar 24, 2019, 20:40:00 »
Die Sonne scheint, die Säfte steigen...



...die Motivation steigt mit, also durfte mein Sohn die Dielung rausreißen:



Eigentlich war der größte Teil davon noch in Ordnung, aber die vergammelten Bereiche sahen mir vom Myzel her verdammt nach echtem Hausschwamm aus, so daß ich komplett sämtliche hölzernen Teile des Autos vorsichtshalber der thermischen Zweitverwendung zuführe.
Als Ersatz liegt 26mm dicke russische Lärche bereit, nachdem ich nach einigem Hin- und herüberlegen doch Abstand von Platten genommen habe.
Das Rausfummeln der zahllosen festgegammelten Schrauben hat dann den größten Teil des heutigen Tages in Anspruch genommen, so daß dann nur noch Zeit blieb, eine genauere Bilanz des Blechzustandes zu ziehen.
Diese sah erwartungsgemäß ganz gut aus.
Hinten rechts, wo 2 Lagen Blech sich recht ungeschützt treffen:



und im Bereich der Einstiegstreppe, unter der sich ja die originalen Batteriehalter befinden und im anschließenden Gepäckfach gibt es etwas Karies. Sonst alles ok.



Das ist dann also das Thema der nächsten Tage.

Offline Mario

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #78 am: Februar 24, 2019, 21:18:58 »
Das war doch mal eine positive Überraschung mit dem Blech :) Hast ja nicht oft gehabt, was.

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #79 am: Februar 24, 2019, 21:41:42 »
Nee, nicht wirklich.  :D
Ich glaube, wenn ich das Schweißgerät in die Ecke schieben kann besaufe ich mich.

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #80 am: Februar 27, 2019, 09:45:32 »
Gestern nun habe ich das Einstiegsblech eingebraten:





Zum Verschleifen war es dann schon zu dunkel, so daß ich damit erst heute weitermachen kann.



Abends habe ich mich an ein Video, das mir jemand in einem anderen Forum empfohlen hatte erinnert. Dort wurde als Unterlage beim Blech treiben statt des bekannten Sandsackes ein Stück dicken Gummis genommen.
Also habe ich mal ein Stück Förderbandgummi hervorgekramt, um zu testen, wie sich das mit dem Blech treiben darauf so macht und ein Reststück Millimeterblech mit dem Kugelhammer bearbeitet:





Noch eine Runde mit dem Schlichthammer:





Bin begeistert!
Die ca. 9cm große Halbkugel war in 10 Minuten fertig. Mit etwas mehr Mühe beim Glätten wäre das Ding absolut glatt geworden. Was hätte ich mit der Methode an Zeit und Nerven an der vorderen Dachecke gespart!

Offline ulli

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #81 am: Februar 27, 2019, 12:42:46 »
Hallo in die Runde

erstmal mein großen Respeckt  das sieht alles echt gut aus
mal zur Anhängekupplung.
Ja ich kann davon sprechen wenn der Fahrradträger auf der Straße liegt  :laugh:
Die Kupplung war aber nicht Schult sondern der Träger selbst.
Es war einer zum Abklappen (nicht empfehlenswert für Bus)
Der ist im Klappmechanismuss zerbrochen
Problem sind diese Blöden Verkehrs Beruhigungen in Frankreich/Spanien
 Zudem kommt das die Anhängekupplung schräg nach unten verläuft
Ich hab jetzt meine eine Kugel oberhalb abgeflacht so das der Träger jetzt gerade hängt und auch so bleibt.
zusätzlich ein kleinen Spanngurt mit dran
da ging die letzten Male nichts mehr schief
Sonst fahre ich die Fahrräder auf mein Anhänger (TS8)nur bei weiten Strecken nehme ich den Fahrradträger 
So na dann mal gutes gelingen

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #82 am: Februar 27, 2019, 13:08:30 »
Ich muß mir mal so einen Fahrradträger aus der Nähe anschauen, speziell wie die Klemmung funktioniert. Vielleicht kann man ja anstelle des Kugelkopfes einen irgendwie anders (=günstiger) geformten Pilz drehen und in die Kupplung einschrauben.
Anderseits haben unsere Busse ja auch Stauraum ohne Ende und zwei gute Klappfahrräder kosten unterm Strich kaum mehr als so ein Träger mit allen seinen Nachteilen.
Mal sehen.

Offline Mario

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #83 am: Februar 27, 2019, 13:12:41 »
Mal in den Raum geworfen, warum baust nicht einen festen Fahrradträger an, so wie er an den "Tupperdosen-Womos" dran ist?

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #84 am: Februar 27, 2019, 16:02:12 »
Ich finde, daß ein Fahrradträger die Optik des Busses total verschandelt. Ursprünglich war ja so ein riesiges Ding sogar dran.
Ich möchte eine Lösung, die man nur im Bedarfsfalle anbaut.

Offline Norbert04

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #85 am: Februar 27, 2019, 19:33:39 »
wenn du derzeit soviel rumschweißt könntest du doch so ne stecklösung ala ami´s vorsehen, vielleicht mit abdeckklappe...
immer schön voll

Offline LAK1-Med

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #86 am: Februar 27, 2019, 19:48:11 »
Oder vielleicht zwei ausziehbare Träger parallel zum Rahmen, so ähnlich wie bei den integrierten Fahrradträgern.
+ LAKI-Med - Sanitäts-Koffer (für bis zu 12 Geschädigte) + + KSAC - Koffer, seitlich aufklappbar, mit Containeranchluß +

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #87 am: Februar 28, 2019, 10:07:22 »
Hm. Ich habe mich mit der Thematik bisher nur am Rande auseinandergesetzt und weiß gar nicht, wie die "Ami-Lösung" aussieht. Da muß ich direkt erstmal recherchieren.
Die Frage ist dann wieder, was der Grünkittel dazu bzw. zu einem ausziehbaren Patent sagt.

Offline Toni

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #88 am: Februar 28, 2019, 10:41:01 »
Die reagieren (erfahrungsgemäß) recht empfindlich, wenn man irgendwas nur stecken will  ::) Hatte so einen Plan mit der AHZV vom Wartburg.
Gut, ein Fahrradträger sieht da eventuell etwas anders aus.
Da wo ich bis 08/18 gearbetet habe, hatten wir an den Bussen hinten Halterungen dran, wo Fahrradträger eingehängt und mit Stiften gesichert wurden. Man hat zwar die Halter sichtbar an der Karosse, das ganze ist aber stabil und weniger auffällig, als ein starrer Träger, der fest verbaut ist.
Hier zu sehen:
https://www.kyffhaeuser-nachrichten.de/_daten/cache/668_431870_1212_82194554.jpg

Ist nur die Frage, ob der Robur hinten passende Befestigungsmöglichkeiten Bietet.

Offline Norbert04

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #89 am: Februar 28, 2019, 18:02:23 »
das wäre dann so eine Halterung wie die für die zusätzlichen Kofferboxen an den Bussen - geht natürlich auch

die ami´s haben doch für die abnehmbare Hängerkupplung ein Vierkantrohr, wo man eben diverse adapter stecken kann, in meinen augen immer noch sicherer als ne kugel, zumal du damit ja keine anhänger ziehen willst

keine ahnung, ob die kittel-jungs da überhaupt mitspracherecht haben, wenn dir der dachträger runterfällt fragt vermutlich auch keiner nach Tüv, sondern nach dem nutzer
immer schön voll

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #90 am: März 23, 2019, 11:00:00 »
Da der Frontgrill meines Busses ja extrem verbeult ist hatte ich mich immer mal nach einem neuen umgesehen.
Hab sehr preisgünstig einen gefunden. Hinten hängt allerdings noch ein Feuerwehrauto dran. :shock:
Langsam wird mein Messykabinett voll...



Hätte ich das doch geahnt: Die mühselig angefertigten bzw. reparierten Kotflügel, A-Säulen und Fußbleche hätte ich hier in astreinem Zustand ernten können.
Anderseits ist das Auto fast zu schade zum Schlachten. Ich muß jetzt tapfer sein und meinen "behaltenwollen" Trieb unter Kontrolle halten. ???




Offline Ello_2500

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #91 am: März 25, 2019, 19:42:57 »
Hab dir wegen Grill ne PN gesendet.
Viele Grüße aus der Oberlausitz
Thomas

Biete: Motorhaube und graue Leder, neu
          und gebraucht,
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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #92 am: März 27, 2019, 10:50:19 »
Danke. Hast auch eine. :)

Da der Bretterfußboden draußen ist komme ich jetzt besonders gut an das Getriebe ran. Normalerweise müßte ich ja den Motorschlitten samt Motor und Getriebe nach vorn rausziehen. So kann ich es einfach abschrauben.
Der Grund für die Maßnahme ist in erster Linie der Starterkranz. Wenn ich einen Vierzylindermotor abstelle, dann bleibt er aufgrund der Verdichtung immer in zwei um 180° versetzten Stellungen stehen. Daher verschleißt der Starterkranz durch das Einspuren des Ritzels an diesen Spuren besonders stark. Sind dann Batterie und/oder Starter etwas kraftlos verschlimmert sich das Ganze noch. Meinen Motor mußte ich schon mehrmals mit der Kurbel ein Stück weiter drehen, weil das Starterritzel sonst gar nicht mehr griff. Höchste Zeit also, was zu unternehmen.
Die 24V- Umschaltmimik gefällt mir auch nicht so besonders.



Ich habe mir nun einen neuen Starterkranz und gleich dazu einen 12V- Getriebeanlasser mit 3,2kW Leistung besorgt.
Geplant ist, am Sonnabend beide Teile zu ersetzen.



Achso:
Gestern war es endlich soweit:
Die (hoffentlich) letzte Schweißnaht am Blech ist gezogen!

« Letzte Änderung: März 27, 2019, 10:52:48 von Surströmming »

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #93 am: März 31, 2019, 13:29:34 »
Gestern hatte ich freundlichen und hilfsbereiten Besuch, der mir u.a. half, das Getriebe rauszuwuchten.
Das ging recht schnell. Schwieriger war dann schon das Abziehen der Schwungmasse. Sie sitzt auf 3 Stück 10er Paßstiften und saß dermaßen fest, daß ein erster einfacher Abzieher aus Winkeleisen gleich die Grätsche machte. Also wurde ein etwas derberes Modell gebaut, mit dessen Hilfe es dann unter massiver Gewaltanwendung klappte.
Der Anblick des Starterkranzes übertraf meine Erwartungen:



Am Anlasser sah es auch dementsprechend aus:



Normalerweise baut man den alten Starterkranz ab indem man die Schwungmasse auf dem Starterkranz "aufbockt" und diesen zügig mit einem starken Brenner erhitzt, bis die Schwungmasse herausfällt. Diese Taktik funktionierte nicht, so daß ich den alten Starterkranz kurzerhand anbohrte und sprengte, zumal er ja ohnehin dermaßen hinüber war, daß man ihn nicht einmal mehr umdrehen konnte.



Anschließend wurde der neue Kranz aufgeschrumpft, was prima klappte.





Während das Ding in Ruhe abkühlte schaute ich mir das Pilotlager an. Es lief etwas rauh, so daß ich es lieber rausschmeiße. Problematisch war es nur wieder, da ran zu kommen. Die Buchse, in der es sitzt ist sehr stramm in die Kurbelwelle eingepreßt. Ein erster Versuch, der Sache mit einer Art improvisierten Ziehhammer beizukommen scheiterte kläglich. In der Hülse ist ein kurzes Innengewinde M30 x 1,5, was zur Aufnahme eines Abziehers dient. Ein ausgiebiger Tauchgang im Messykabinett förderte aber nichts mit passendem Gewinde zu Tage.
Was jetzt?
Ich habe mich bisher immer darum gedrückt, auf der Drehbank Gewinde zu schneiden. Hier also war nun der endgültige Anstoß dazu, mich mit dem Thema zu beschäftigen. Mit etwas Youtube und viel herumspielen an den Hebeln brachte ich tatsächlich das passende Gewinde zustande. War gar nicht so schlimm.



Als nächstes waren wir neugierig, warum es bei dem Bus so schwierig war, die Gänge zu finden.
Schon der Schalthebel, der von oben ins Getriebe ragt fühlt sich jackelig an und läßt sich auch gut und gern um 10° hin und her drehen. Also nahmen wir mal den Getriebedeckel ab und warfen einen Blick rein. Das untere Ende des Hebels sah schon entsprechend aus:



Ebenso hatte das Blech, welches zum Finden der Mittelstellung dient, auch schon seine Gebrauchsspuren:



Gleiches gilt für die jeweils auf den Schaltwellen sitzenden Gabeln:



Der gesamte Rest des Getriebes machte wiederum einen sehr guten Eindruck. Meiner Meinung nach sind die Teile gar nicht durch normalen Gebrauch in solch einem Zustand. Ich vermute vielmehr, daß der schwere, lange Schalthebel in Verbindung mit den doch recht ordentlichen Vibrationen des Motors dafür verantwortlich ist. Vielleicht konstruiere ich noch eine andere Betätigung dafür, am Besten was mit separater Lagerung des Schalthebels...Mal sehen.
Da ich noch ein sehr gutes Getriebe habe kommt dieses erstmal rein und ich kann mich ganz in Ruhe nach Ersatzteilen für das alte umsehen.

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #94 am: April 04, 2019, 22:15:02 »
Die letzten Tage habe ich damit verbracht, den Innenraum und die Staukästen zu schleifen und zu entfetten. Heute wurde das Ganze mit Brantho Korrux nitrofest grundiert.
Insgesamt sind ca. 4,5kg drauf gegangen. Im Bereich der Fußräume und der Überlappungen, die später nicht im Sichtbereich liegen habe ich eine sehr dicke Schicht draufgeballert und hoffe, daß die Kapillarwirkung dafür gesorgt hat, daß es ordentlich eingedrungen ist. Der sichtbare Teil der Flächen (Fensterholme usw. wird später nochmal angeschliffen, ggf. gefillert und dann in dem selben Weißton wie das Dach lackiert.




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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #95 am: April 07, 2019, 11:04:36 »
Inzwischen habe ich die neue Kupplungsscheibe erhalten. Wie fast erwartet ist die Belagstärke ziemlich exakt so wie bei der alten. Die Beläge sehen etwas anders aus und was am Drehschwingungsdämpfer "verstärkt" sein soll kann ich zumindest mit bloßem Auge nicht ausmachen. Ich bin noch unentschlossen, welche Scheibe ich ins Regal lege und welche ich einbaue.





Vorsichtshalber habe ich noch den Getriebedeckel aufgemacht und mir die Schaltbetätigung genauer angesehen. Das Schaltblech hatte leichten Verschleiß, so daß es gleich ersetzt wurde.



An der Stelle, wo es von der Sperrkugel des Rückwärtsganges hochgedrückt wird war es auch in das Gegenstück eingearbeitet.



Da dieses Blech symmetrisch ist konnte es einfach umgedreht werden. Eine originale Dichtung hatte ich nicht, so daß ich auf das hervorragende Material vom VEB Milchhof Berlin zurückgriff. Zum Glück habe ich davon seinerzeit eine große Rolle eingelagert.

Anzeichnen:



Ausschneiden und mit Hylomar ankleben:



Mit einem glühenden Schweißdraht die Schraublöcher reinbrennen:



Einbaufertig:



Vom Barkaskonsum kam inzwischen ein Brief mit Materialproben für den Himmel und ein entsprechendes Angebot. Die Bestellung geht in den nächsten Tagen raus.  :)

Offline Norbert04

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #96 am: April 07, 2019, 19:51:52 »
vielleicht ist bei der kupplung gemeint, dass die trägerplatte etwas kräftiger ist und deshalb die kräfte insgesamt besser verteilt werden....
immer schön voll

Offline Toni

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #97 am: April 08, 2019, 10:12:34 »
Aus eigener Erfahrung sage ich: Bau die neue Kupplung ein. Überleg dir einfach, ob du beim fertigen Bus nochmal Motor und Getriebe trennen willst nach einigen Kilometern, oder eher nicht. ;) Hab da mal aus eigener Erfahrung beim Wartburg gelernt.

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #98 am: April 08, 2019, 10:30:17 »
Werde ich wohl auch machen. Die "alte" lege ich mir in Reserve.

Da stellt sich mir eine neue Frage:
Beim Herumwuchten und ausbauen fiel mir die Kupplungsscheibe entgegen und ich hatte keine Gelegenheit, mir die Einbaulage anzusehen.
Welche Seite gehört zum Motor?
Diese?



danke und beste Grüße
Peter

Offline ELLI87

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #99 am: April 08, 2019, 21:31:35 »
Hallo!
Hab hier mal die Kupplung vom ROBUR im Schnitt. Die Zeichnung zeigt es eindeutig.

Gruß Roland


 

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