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Autor Thema: Revision Wechselgetriebe  (Gelesen 119743 mal)

Offline Хелмар

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Revision Wechselgetriebe
« am: Mai 19, 2020, 07:33:22 »
Moin Gemeinde,

für einen mittelfristigen Motorumbau habe ich jetzt ein Busgetriebe bekommen, welches erstaunlicherweise die Lagerbestückung der Allradvariante hat, vermutlich also mal ein solches war oder werden sollte. Wie auch immer, ich bin jetzt dabei das Getriebe für den Einbau vorzubereiten und wollte gleich evtl. anfallende Arbeiten damit verbinden. Soweit macht das Getriebe einen guten Eindruck, das Schaltblech ist etwas verbogen und wird ausgetauscht. Die Lager sehen soweit gut aus, innen ist alles mit Schwarzem Schleier bedeckt, was ich auch noch für normal halte. Die Zahnräder der Eingangs und Hauptwelle zeigen allerdings, ich sag mal Tragspuren auf den Zahnflanken mittig. Ich werd mal versuchen Bilder zu machen. Es sieht eher nach Verschleiß/ Abnutzung aus, als nach direktem Defekt. Ab wann würdet ihr die Zahnräder tauschen (sofern ich die noch ranbekomme).

Jetzt überlege ich, ob ich die Eingangszahnräder tauschen sollte und welche Lager evtl. routinemäßig getauscht werden sollten. Da gibt es ja hier meines Wissens schon Erfahrungen. Hab leider über die Suche keine gescheuten Ergebnisse bekommen. Aus meiner Erinnerung sollte das Lager der Eingangswelle getauscht werden (oder war das VTG?) gibt es bekannte Schwachstellen die man hier gleich mit ausmärzen kann?

Beste Grüße

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Offline Norbert04

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #1 am: Mai 19, 2020, 19:18:34 »
tja, die Eingangswelle ist inkl. Zahnrad ein Stück
das Lager dazu hat einen Außensprengring, diese Variante war nicht in neu zu beschaffen - ist auch schon Thema gewesen....

als ich mein Getriebe mit 100.000 neu gelagert hab - die Lager waren alle unauffällig....

schau nach dem Rückwärtsgang - die Ausgleichswelle hat normal einen Sprengring, der gern verrutscht, das Allrad soll eigentlich eine Distanzhülse statt dessen haben....
immer schön voll

Offline Хелмар

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #2 am: Mai 19, 2020, 22:35:11 »
Hallo Norbert,

ja also die Lager sind soweit auch erstmal unauffällig, soweit ist das Getriebe in gutem Zustand. Nur die Einlaufspuren der Zahnräder am Umwälzpunkt der Zähne an Eingangswelle zu Hauptwelle machen mir Sorgen. Das Lager der Eingangswelle sollte ich tauschen meinst du?

Anbei Bilder dazu, zu sehen ist das erste Zahnrad der Hauptwelle.
« Letzte Änderung: Mai 19, 2020, 22:37:41 von Хелмар »
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Offline RoBi

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #3 am: Mai 19, 2020, 23:44:58 »
Hallo Helmar,

kennst Du bestimmt, nennt sich Pitting (und ist was völlig anderes als Petting).  :angel:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pitting

Kann mich nicht mehr so genau an das Robur-Getriebe erinnern, aber im 5. Gang sollten die Zahnräder ja ohne Last laufen, weil Ein-und Ausgangswelle verbunden. Richtig? Die Zahnräder werden nur im 1.-4. Gang belastet.

Die Ausbrüche sind vom Verschleiß ein Anfang, würde ich sagen, und nicht schon das Ende. Die Zahnräder werden nur im 1.-4. Gang belastet.

Ich habs (Pitting) am VTG, habs so gelassen, und geht seit Jahren gut. Besser wird es nicht, klaro.

Grüße,

Sven und RoBi

Ich bin dann mal weg....

Offline Хелмар

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #4 am: Mai 20, 2020, 06:28:59 »
Moin Robi,

ja ich glaub auch, daß es Pitting ist (kenne beides =) ). Genau soetwas wollte ich hören, ob es Langzeiterfahrungen mit diesem Tragbild gibt, wie schnell der Verschleiß fortschreitet. Ich hab noch ein anderes Getriebe liegen, mal sehen vielleicht tausche ich die Räderpaarung. Die Zahnräder sind meines Erachtens immer in Betrieb, egal in wechem Gang, da die Eingangswelle ja nur dieses eine hat. Also meinst du weiter nutzen, ok. Werd mich parallel trotzdem nochmal nach nem anderen umsehen.
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Offline Norbert04

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #5 am: Mai 20, 2020, 18:15:11 »
aha.....Pitting....was es nicht alles gibt......

dann hätte ich das wohl lassen können  :angel: :o

achso, Helmar - ich meinte das Lager wird kaum als neu beschaffbar...
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Offline RoBi

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #6 am: Mai 20, 2020, 18:35:11 »
@ Norbert: Kann man das nicht mit 2K Kaltmetall verspachteln?  :laugh:

Übrigens, ich sehe hier nur 4 Zahnradpaare für Vorwärts, oder? Ich raffs nicht.

http://up.picr.de/9651423hup.jpg

Paare vlnr:
- starre Verbindung Eingangswelle auf Nebenwelle
- 4. Gang
- 3. Gang
- 2. Gang
-1. Gang
- Rückwärts

Somit gibt es kein Paar für den 5. Gang,oder?

Weil Schaltmuffenstellung der Gänge

5. Gang<---Muffe Links--->4. Gang      3. Gang<---Muffe Mitte---> 2. Gang     1. Gang<---Muffe rechts---> Rückwärtsgang

Stimmts? 5. Gang als durch Verbindung Eingangswelle mit Ausgangswelle direkt nach dem Zahnrad der Eingangswelle.


Sven und RoBi
« Letzte Änderung: Mai 20, 2020, 18:56:04 von RoBi »
Ich bin dann mal weg....

Offline Хелмар

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #7 am: Mai 20, 2020, 18:55:02 »
So ist es, der fünfte wird direkt über die Syncronringe auf die Ausgangswelle durchgeschaltet, alle anderen werden über das Vorgelege angetrieben. Beim Rückwärtsgang kommt noch ein Rad dazu wegen der Richtungsumkehr. 1 und R nicht syncronisiert, sieht mann auch schön.
« Letzte Änderung: Mai 20, 2020, 19:01:33 von Хелмар »
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Offline Хелмар

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #8 am: Februar 14, 2024, 21:53:19 »
Hallo Leute,

ich hol das Thema nochmal hoch weil ich gerade ein Getriebe neu Lagere. Bei der Eingangswelle gibt es zwischen Lager und schrägverzahntem Rad einen "Spritzring", der hat bei mir leider als Anlaufscheibe fungiert und ist daher dahin. Jetzt suche ich Ersatz, aber alles was ich finden konnte sind diese NILOS-Ringe, die aber eine Art Dichtung zum Lager hin darstellen. Der Originale Spritzring deckt nur einen Teil des offenen Lagers ab und läßt daher eine Schmierung durch das Getriebeöl zu. Hat das Ding schon einer getauscht oder Ersatz?

Das Teil vermessen hat innen vermutlich mal 40mm gehabt wie die Welle, Durchmesser außen 71mm, Dicke ca. 0,4mm

Andere Idee wäre, außen einen NILOS-Ring als Abdichtung einzubauen, dann könnte der Spritzring ggf. entfallen. Die Ölrückförderschnecke auf der Welle läuft ja auch mit relativ großem Spiel im Kupplungsgehäuse ohne weitere Dichtung. Das dürfte von der Abdichtwirkung her eher dürftig sein.

Beste Grüße
« Letzte Änderung: Februar 14, 2024, 22:18:33 von Хелмар »
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Offline Хелмар

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Re: Revision Wechselgetriebe
« Antwort #9 am: März 26, 2024, 07:57:11 »
Wollte mal kurz Vollzug melden. Das Getriebe ist vollständig neu gelagert. Das schwer zu beschaffende NUP 308 N wurde von der sehr kompetenten berliner Kugellagerfirma in den Niederlanden (original DKF) aufgespürt. Alternativ kann man sich den Nutring aber auch auf der Drehbank reinschnitzen. Das wäre dann Plan B gewesen. Bei der Eingangswelle gibt es eine Besonderheit in Form von dem "Spritzring". Hier habe ich die beschriebenen "NILOS" Ringe verwendet. Allerdings decken die das Lager komplett ab, daß ich Sorge hatte, es wird nicht genug mit Öl versorgt. Daher habe ich den Nilosring auf das Maß des alten Ringes abgedreht. Die Eingangswelle wurde am Ansatz zum Zahnrad nachgearbeitet. Es gibt dort einen kleinen Radius, der verhindert daß sich Spritzring und Lager richtig setzen lassen. Der Spritzring löst sich dann meist irgendwann, wird abgerieben und hängt dann lose neben dem Zahnrad.

im Schaltdeckel des Busgetriebes (Direktschaltung) sitzt einen Kugelpfanne aus Kunststoff, die den Schalthebel im Deckel hält. Diese Kugelpfanne ist war verschlissen und mußte ersetzt werden. Das gleiche Teil sitzt beim W50 im Spurstangenkopf und ließ sich nach einfeilen der beide Kerben austauschen.

Beste Grüße
« Letzte Änderung: März 26, 2024, 08:12:54 von Хелмар »
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