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Autor Thema: Einseitige Bremse  (Gelesen 1216 mal)

Offline Thorbjørn

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Einseitige Bremse
« am: Mai 16, 2019, 13:23:04 »
Guten Tag,

mein NVA LO 2002A Baujahr 79 war gestern bei der Abnahme und pünktlich als er auf dem Prüfstand war, hat er vorne rechts aufgehört zu bremsen. Die Bremsflüssigkeit ist neu er hat vorher gebremst. Die Leitungen sind auch weiterhin Dicht. Ich habe ihn mal auf der rechten Seite hochgenommen, habe am Rad gedreht und habe gebremst. Die Bremse schlägt sofort an. Hat da jemand eine Idee? Besteht die Möglichkeit, dass der Verstärker nur auf einer Seite greift? Falls ja wie überprüfe/behebe ich das überhaupt.
Ich bedanke mich schon mal für alle Vorschläge.

Liebe Grüße

Offline Lothar

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #1 am: Mai 16, 2019, 14:12:53 »
HORROR!
Mußt Du damit erneut zum TÜV?
Undichtigkeiten können eine Weile dauern, bis man sie von außen erkennen kann. Dann sind die Beläge aber schon "verölt".
Welche Bremsflüssigkeit hast Du verwendet? War vielleicht vorher eine andere Sorte drin und nun vertragen sich die Materialien nicht mehr. Vielleicht ist ein Bremsschlauch zugequollen?
Sind die Beläge auf beiden Seiten richtig herum eingebaut, sind sie freigängig und klemmen nicht fest?
Die Funktion des BKV kann man kontrollieren. In der Reparaturanleitung gibt es dazu ein Kapitel.
Gruß
Lothar

Offline Thorbjørn

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #2 am: Mai 17, 2019, 08:14:25 »
Ja ich muss leider nochmal hin. Sehr deprimierend war, dass die Räder vorher schon mal kurz auf dem Stand waren und da funktionierte es. Beim entscheidenden Test aber plötzlich nicht mehr.

Da ist jetzt DOT 4 drin und wie mir gesagt wurde war das auch vorher so. Das einzige was mir danach aufgefallen ist, ist dass auf der Bremsflüssigkeit steht „nicht in Fahrzeugen mit Zentralhydraulik auf Mineralölbasis anwenden“ oder so ähnlich. Da muss ich ehrlich gesagt passen. Ich weiß nicht ob das relevant ist bei diesem Fahrzeug.

Zugequollen scheint nichts zu sein. Die Flüssigkeit läuft beim entlüften durch. Am Ende ist mir allerdings aufgefallen dass der Druck auf dem Entlüftungsgerät auf 0,5 bar abgesunken war. Vielleicht war das einfach zu wenig um sowas festzustellen.

Den Rest werde ich heute mal prüfen. Ich werde mal Rad und Trommel abnehmen. Danke für die Vorschläge.

Offline Lothar

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #3 am: Mai 17, 2019, 10:37:14 »
Der Hinweis mit der Zentralhydraulik auf Mineralölbasis ist für den Robur irrelevant. DOT 4 ist auf alle Fälle richtig und hat mit Mineralöl nichts zu tun. Deswegen sicher auch der Warnhinweis, der für andere Fahrzeuge bestimmt wichtig ist.
Mir sieht es eher danach aus, daß bei Dir irgendwo eine Undichtigkeit in der Bremse zu diesem Mißverhältnis der Bremskräfte geführt hat. Wenn nämlich auf einmal ein Bremsbelag mit Bremsflüssigkeit benetzt wird. Es muß nicht viel sein, aber irgendwann läuft es auch unten raus, über die Felge und den Reifen.
Gruß
Lothar

Offline Thorbjørn

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #4 am: Mai 18, 2019, 19:11:32 »
Ich habe jetzt mal die Trommel auseinander genommen. „Leider“ habe ich nichts feuchtes gefunden. Den Radbremszylinder habe ich trotzdem vorsichtshalber getauscht. Nach Zusammenbau und Entlüftung bleibt das Problem leider bestehen.

Offline Norbert04

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #5 am: Mai 18, 2019, 19:50:11 »
ist alles andere leichtgängig? ist die Bremse richtig eingestellt? evtl doch bremsschlauch?
merkt man beim entlüften einen unterschied zwischen rechts und links? (druck)
immer schön voll

Offline Thorbjørn

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #6 am: Mai 18, 2019, 22:45:52 »
Sonst läuft eigentlich alles. Beim entlüften merke ich eigentlich keinen Unterschied. Allerdings habe ich wenig drauf geachtet und konnte auch nicht viel Druck anwenden. Ich benutze ein Gerät dafür und die Kappe dichtet nicht perfekt. Wenn ich zu viel Druck darauf gebe fliegt der Deckel ab.
Sie war auf jeden Fall bevor ich die Trommel abgenommen habe richtig eingestellt. Zumindest habe ich wenn ich den LO hochgenommen habe und am Rad gedreht habe das typische leichte schleifen gehört. Es hat ja auch alles geklappt bis der Prüfer auf dem Prüfstand eine Vollbremsung hingelegt hat. Kann sich bei einem so starken Bremsmanöver bei der Einstellung was verschieben? Sowas dürfte ja eigentlich nicht passieren oder? Seit ich den Zylinder gewechselt habe und entlüftet habe fühlt sich der Widerstand des Bremspedals schwerer an. Mehr Unterschiede habe ich nicht ausmachen können.

Offline Norbert04

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #7 am: Mai 19, 2019, 19:22:11 »
hm, bin unsicher ob das Zentrieren solche Auswirkungen haben kann...hattest du doch gemacht oder?
immer schön voll

Offline Thorbjørn

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #8 am: Mai 19, 2019, 19:59:39 »
Nachdem ich den Zylinder gewechselt habe, ging die Trommel gleich wieder drauf. Mehr habe ich danach nicht mehr gemacht außer natürlich zu entlüften und  mal zu bremsen um zu sehen ob die recht vordere Bremse immer noch ohne Funktion ist.

Offline Lothar

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #9 am: Mai 19, 2019, 22:04:33 »
Evtl. hast Du rechts und links unterschiedliche Bremsbelagsorten drauf? Sind die Beläge richtig ausgerichtet, also auf allen Bremsankerplatten vorn die kurzen und hinten die langen Beläge? Ist die Abschrägung der Belag-Kanten gleichmäßig?
Gruß
Lothar

Offline Thorbjørn

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #10 am: Mai 20, 2019, 22:14:41 »
So weit ich weiß sind die Beläge richtig. Ich habe zwar jetzt nicht alles aufgemacht um nachzusehen aber es ging ja eig vorher alles. Heute habe ich nochmal alles eingestellt. Sprich Hochbocken, Schraube lose, am Zahnrad drehen bis das Rad fest ist, bremsen, noch fester drehen, Schraube wieder fest und Zahnrad drehen bis das Rad gerade wieder frei läuft. Danach ging es meine ich schon besser. Dann hatte ich keine Lust mehr und habe das Getriebeöl gewechselt. Plötzlich regnete es. Als ich fertig war habe ich nass dann nochmal probiert zu bremsen. Erst zog er aus heiterem Himmel leicht in die andere Richtung und jetzt bremst er normal. Hat irgendjemand eine ansatzweise logische Erklärung dafür?  :laugh:

Offline RoBi

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #11 am: Mai 21, 2019, 09:13:50 »
Ja , habe ich .

Die Bremstrommel auf der Seite, wo es blockiert, ist oder läuft unrund.

Kommt oftmal vom Ablegen der Achsen auf die Trommel.

Durch die sich selbst verstärkende Wirkung der Bremse zieht sie dann sofort zu, wenn die enge Stelle an der vorderen Bremsbacke ankommt.

Erste Diagnose kannst Du machen, indem Du den Spalt beobachtest während das Rad gedreht wird. Sobald du mit blossem Auge was erkennen kannst, ist es meist schon zuviel.

Bei Regen hast Du sofort ein wenig Rost auf der Trommel, darum hackt es dann besonders rein.

Eine weitere, eher seltenere Ursache ist eine krumme Radnabe. Dabei ist dann der äussere Flansch krumm,  das Rad samt Bremstrommel eiert.

Auch Montagefehler ist möglich: Der Kranz mit den Radbolzen sitzt durch Fremdkörper nicht 100%  plan auf der Radnabe.

Kannst ja mal weiter berichten....

Grüsse,

Sven und RoBi
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Offline Thorbjørn

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #12 am: Mai 23, 2019, 01:44:56 »
Hier mal ein Update:
Ich habe mal ein paar weitere Bremsproben gemacht als ich heute ultimativ verwirrt wurde. Er bremste eine ganze Weile lang zu stark auf der rechten Seite nachdem diese Bremse ja vor kurzem noch garnicht ging. Das war eigentlich kaum merkbar wenn ich es nicht an den Bremsspuren gesehen hätte. Dann wurde der Motor zu warm da ich ja nur wenig Fahrt bekomme auf dem kleinen Gelände. Da habe ich den LO mal für ein paar Minuten abgestellt und kühlen lassen. Als ich ihn wieder angeworfen habe zog er auf einmal nach links weil er jetzt links mehr gebremst hat. Ich verstehe nichts mehr!!!

Offline RoBi

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #13 am: Mai 23, 2019, 07:03:23 »
Zitat
Erste Diagnose kannst Du machen, indem Du den Spalt beobachtest während das Rad gedreht wird. 
Hast Du was festgestellt?

Grüsse, Sven und RoBi
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Offline Хелмар

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #14 am: Mai 23, 2019, 07:43:36 »
Hallo, das ist ja alles gut und schön. Bevor ich da weitere Diagnosen stellen würde, würde ich erstmal neue Bremszylinder verbauen. Ohne das ist doch alles andere Kaffeesatzleserei. In der Regel ist es so, daß die einzelnen Kolben der Bremszylinder mit der Zeit schwergängig werden oder ganz festgehen durch Gammelablagerungen in der Bremsflüssigkeit durch gebundenes Wasser -> Rost etc. Jetzt tun sie das niederträchtigerweise alle auch noch ungleich, sodaß wir bei einer Achse schon vier verschiedene Kräfte auf die Bremsbacken haben. Verstärkend kommt hinzu, daß die Kolben, die sich noch bewegen dann aber zum Überbremsen neigen. Die Bremse muß es nach dem Bremsen schaffen mit eigener Federkraft sich wieder zurückzustellen, auch das ist dann nicht mehr gegeben und so kommt es zu Bremsblockierern und schleifender Bremse. Also tausch mal die RBZ, auch wenn die Suppe noch nicht rausdrückt, dann wirst du schon nen Unterschied merken.
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Offline RoBi

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #15 am: Mai 23, 2019, 08:06:46 »
Zitat
Den Radbremszylinder habe ich trotzdem vorsichtshalber getauscht

Hallo Helmar,
hatte ich schon als Fehlerquelle ausgeschlossen....

Oder nun ein alter und ein neuer?

Sven und RoBi
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Offline Хелмар

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #16 am: Mai 23, 2019, 08:50:06 »
ok, na dann hast du recht, kann es ne eiernde Trommel sein, wobei die in der Regel mit einem mal blockiert beim Bremsen. Sind evtl. Federn gebrochen, oder fehlen Niederhalter? Ist alles leichtgänig an den Bremsbacken? Was sagt das Tragbild?
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Offline RoBi

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #17 am: Mai 23, 2019, 10:25:18 »
:exclaim: Wenn der Robur richtig gut und gleichmässig bremst - dann solltest Du wachsam sein.  :exclaim:
 :exclaim: Da stimmt was nicht, hast es nur noch nicht bemerkt.  :exclaim:
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Offline bobanalog

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #18 am: Mai 23, 2019, 10:48:28 »
Zitat
:exclaim: Wenn der Robur richtig gut und gleichmässig bremst - dann solltest Du wachsam sein.  :exclaim:
 :exclaim: Da stimmt was nicht, hast es nur noch nicht bemerkt.  :exclaim:
:D
genau so, das is wie wenn kein Öl rausläuft

Offline Lothar

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Re: Einseitige Bremse
« Antwort #19 am: Mai 27, 2019, 11:02:22 »
Hallo Thorbjørn,
konntest Du inzwischen den Fehler finden?
Gruß
Lothar

 

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