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Autor Thema: Mein neuer Bus  (Gelesen 442076 mal)

Offline Хелмар

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #650 am: Oktober 19, 2023, 07:55:18 »
Moin,

na die Ausgleichskegelräder drehen z.B. dann (auch recht schnell) wenn ein Rad durchdreht. Also wenn man versucht aus irgendeinem Schlammloch zu kommen und eine Seite dreht durch, dreht sich dieses Rad ja deutlich schneller als wenn beide zusammen drehen würden. Das müssen dann alles die vier Ausgleichskegelräder erleiden, deren Lagerung für solche Drehzahlen ja nicht geschaffen ist. Deswegen weiß der Kraftfahrer, daß er bei solchen Fahrmanövern damit nicht übertrieben sollte ;-)

Die Trieblingslager, wenn die wirklich gut laufen kannst du sie drin lassen. Ich denke auch die meisten Lagerschäden an der Stelle entstehen durch die sich gern mal lösende Zentralmutter am Kardanwellenabgang. Die muß gut gesichert sein.
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Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #651 am: Oktober 19, 2023, 09:17:24 »
Stimmt. An das Szenario habe ich gar nicht gedacht.  :o


Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #652 am: Oktober 19, 2023, 10:01:51 »
Kurze Frage noch:
Die beiden äußeren Lager (6216) müssen raus. Wie kritisch sind die? Würdet Ihr da auf originale DDR- Ware zurückgreifen oder lieber was von ZF oder so nehmen?

Offline Toni

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #653 am: Oktober 19, 2023, 11:21:27 »
Lager würde ich - wenn einmal offen - gleich mit neu machen.
Die großen hatte ich DKF bei Anton bestellt, deren Drehzahl und Belastung sind nicht so groß, wie zum Beispiel am Triebling.
Außerdem vertraue ich DKF Lagern mehr, als SKF / FAG aus Serbien oder Rumänien...

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #654 am: Oktober 19, 2023, 11:34:59 »
Ok, dann bestelle ich die beiden 6216 bei Anton mit.
« Letzte Änderung: Oktober 19, 2023, 17:51:05 von Surströmming »

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #655 am: Oktober 19, 2023, 19:22:21 »
Ich sitze gerade in der Werkstatt und mache mir Gedanken zur Übersetzung.
Auf dem Tisch liegen nun zwei Zahnradsätze: einmal 5,85 in quasi neuwertigem Zustand und einmal 5,17 mit leichten Narben im Kegelrad. Letzteres stammt aus einem geschlachteten 1989er Bus, dessen Hinterachse aber offensichtlich regeneriert war.
Was baue ich nun ein? Gefühlsmäßig hätte ich gesagt, so lang wie möglich übersetzt, zumal der Bus original wohl sogar 4,71 hat.
Perspektivisch habe ich ja auch noch den 913er DEUTZ mit ZF- Getriebe im Hinterkopf, der im Lager vor sich hin staubt.
Mangels Erfahrung habe ich keinen Plan, was ich machen soll. Vielleicht doch in den sauren Apfel beißen und den Satz vom Bus bestellen?
Oder gleich vom 3004?
Sagt mal was, bitte. :-[

Offline Хелмар

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #656 am: Oktober 19, 2023, 20:28:43 »
Hallo Peter,

für den Bus ist die 5,17 er Übersetzung eine gute Wahl und gerade in deiner Situation quasi perfekt, weil sie auch mit dem originalen Diesel noch gut fahrbar ist. Ich fahre derzeit auch diese Kombination, aber auch bei mir steht schon ein überholter Deutz in der Werkstatt, der dann den Dienst übernehmen soll. Du erreichst damit auf der geraden knapp 90 km/h und kannst damit mit den LKW´s mitschwimmen auf der Autobahn. Das macht schon einen riesen Unterschied wenn man mal Strecke machen muß und ist deutlich entspannter als mit 80 km/h dahinzuzuckeln. Ich bin auch die 5,17er Achse lange gefahren. Es geht auch aber die 4,71 ist mit Abstand komfortabler. Das Diff 5,83 würde ich im Bus nicht einbauen, das ist was für die großen Räder. Solange die Zähne noch vollständig sind und es "nur" Auswaschungen auf den Tragflächen sind kannst du das Diff. schon noch ne ganze Weile fahren. Regelmäßiger Ölwechsel tut ihm gut.

Wie hoch dreht denn der Deutz den du da hast?

Beste Grüße
« Letzte Änderung: Oktober 19, 2023, 20:58:28 von Хелмар »
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Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #657 am: Oktober 20, 2023, 16:05:24 »
Wie hoch dreht denn der Deutz den du da hast?
Puh, gute Frage. Der F4L913 Motor steht noch so, wie ich ihn vor ein paar Jahren hier übers Forum gekauft habe auf der Palette. Motor und Getriebe stammen wohl aus einer Magirus- Feuerwehr.

Ich habe nochmal meine Lupe vor das Telefon gehalten und ein paar Bilder des Antriebsritzels gemacht. Man sieht schon so einige Schäden, wobei die Narben hauptsächlich 3 Zähne betreffen. Offenbar stand da mal Wasser drin. Die Auswaschungen würde ich so interpretieren, daß da Späne von den Ausgleichsritzeln bzw. der Lager durchgegangen sind und sich das Ganze anschließend wieder etwas glatt gerieben hat. Immerhin ist nix blau angelaufen, obwohl das Ganze einige Zeit furztrocken gelaufen sein muß.
Meinste, ich baue das trotzdem ein? Ein Bißchen besorgt bin ich ja doch, ob da nix von der Lauffläche abblättert.
Das Tellerrad sieht gut aus.

Was für ein Achsöl empfiehlt sich da? Was dickeres als das aus dem Handbuch? Molybdändisulfid sowieso. Andere Zusätze?






Offline Хелмар

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #658 am: Oktober 20, 2023, 16:24:51 »
Tja die Absolution die du suchst wird dir keiner geben können. Wie ich es einschätze weist du das aber auch. Das Restrisiko trägt immer derjenige, der bei Schneeregen nachts um halb eins auf einer verlassenen Landstraße fernab der Heimat mit einem Defekten Diff strandet =). ...um es mal ganz schwarz zu malen. Aber auch bei besseren Teilen kann sich mal ne Schraube lösen mit vielleicht demselben Effekt.

Ich würde die Teile weiter nutzen:
- weil es eine gut passende Übersetzung ist
- weil die Teile noch funktionieren und ich immer versuche das Material so lange wie möglich zu nutzen

regelmäßiger Ölwechsel mit entsprechender Kontrolle der Ansammlungen am Magneten geben auch Aufschluß über den Verschleißfortschritt, ggf. Inspektion über das Blechdeckelchen.

Wem das Geld locker in der Tasche sitzt, der holt sich einfach ein neues Diff und ärgert sich nicht mit eventualitäten rum.

Nebenbeibemerkt sah mein Achsgetriebe nach Ausbau der Hinterachse deutlich schlechter aus. Die Achse hat jedoch bis zum Schluss funktioniert und war auch sonst unauffällig.
Beste Grüße
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Offline RoBi

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #659 am: Oktober 20, 2023, 18:21:15 »
Wenn man bedenkt, wie viel Arbeit der Wechsel der beiden Differenzial Zahnräder bedeutet würde ich diese Verschlissenen nicht mehr einbauen. Die sind ja nicht durchgehärtet, nur die oberste Schicht und die scheint schon ordentlich abgetragen zu sein.
Ich sag mal salopp, zwei Tage Arbeit ohne sich Stress zu machen. Dagegen stehen ca 400 € Neuanschaffung.
Gleich noch die Schrauben vom Zahnkranz einkleben, eine Fehlerquelle weniger....
Ich bin dann mal weg....

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #660 am: Oktober 21, 2023, 13:58:56 »
Ich habe nochmal ne Nacht drüber geschlafen und alles heute früh nochmal in aller Ruhe inspiziert.
Was mir erst dabei aufgefallen ist: Die Zähne des Ritzels sind asymmetrisch verschlissen. Blickt man auf die Oberseite der Zähne, so ist die Fläche an der Kardanseite 4mm und an der gegenüberliegenden Seite nicht ganz 3mm breit. Damit dürfte das Ganze dann wohl ein Fall für die Tonne sein. ::)

Bei der Gelegenheit:
Wie stelle ich eigentlich das Ritzel ein? Den Abstand zum Tellerrad passt man mit den Scheiben unter den Achsrohren an, soweit klar. Aber wie tief das Ritzel ins Gehäuse geschoben wird, bestimmt doch das Tragbild, wenn ich mich nicht irre?
Die Reparaturanleitung ist bei dem Thema nicht sehr aussagekräftig und der Explosionszeichnung aus dem Ersatzteilkatalog entnehme ich nur eine "Scheibe 2,1mm", die "bei Bedarf" zwischen Ritzel und Zylinderrollenlager kommt.
Könnte mir jemand den Einstellvorgang mal kurz erläutern, bitte?
Vielen Dank schonmal.

Offline Toni

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #661 am: Oktober 21, 2023, 20:15:39 »
Ich habe es bei mir so eingestellt, dass es möglichst vollständig trägt. Ob das so gewollt ist, kann ich nicht sagen, aber mir erschien es am logischsten.

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #662 am: Oktober 21, 2023, 20:27:14 »
Danke! Und wie hast Du das gemacht? Wie stellt man das Antriebsritzel ein?

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #663 am: Oktober 22, 2023, 10:24:33 »
Gestern ging es nun der verbauten Hinterachse an den Kragen.



Irgendwer hat an den Federbriden 16er Muttern als Unterlegscheiben benutzt. Die eigentlichen Befestigungsmuttern (wimre 14x1) hat ein Wahnsinniger bis kurz vor dem Abreißen angeknallt und gekontert. Meine Nüsse und Radkreuze sind leider nicht tief genug und so mußte ich zum Ringschlüssel greifen, wobei ich auch gleich einen aufgeknackt habe. Ärgerlich.



Nachdem die Achse unter dem Bus hervorgefummelt war, ging es an's Zerlegen. Ich hatte noch die vage Hoffnung, Teller- und Kegelrad gebrauchen zu können, da deren Spiel bei näherer Betrachtung sehr gering war. Das, was ich seinerzeit an der Kardanwelle gefühlt hatte, kam von den Ausgleichsrädern.
Erstmal Öl raus. Die Ablasschraube hatte ordentlich Späne am Magneten:



Obwohl das Öl relativ klar aussah, war innen alles mit einer ca. 2mm dicken Schicht schwarzer Mompe überzogen, die die Konsistenz von Wälzlagerfett hatte. Ich vermute, daß auch diese Achse mal trocken gelaufen sein muß, denn auch hier waren Teller- und Kegelrad in einem schlimmen Zustand. Man sieht es auf dem Foto nicht so gut, aber besonders das Kegelrad hat heftige Riefen und diverse Ausbrüche.
Langsam befürchte ich, daß es in fast allen Hinterachsen so oder so ähnlich aussieht. Dicht sind sie selten und nach dem Ölstand guckt keiner...





Interessant finde ich, daß am Kegelrad jemand eines der beiden geteilten Kugellager (Wie nennt sich die Bauform eigentlich?) durch ein normales 6308 ersetzt hat. Das spart sicher Geld aber ich habe etwas Bedenken wegen der bestimmt nicht unerheblichen axialen Kräfte, die entstehen.

Naja, ich krabble jetzt mit der Zopfbürste unter den Bus und kümmere mich um die Radkästen und Federn. So gut kommt man da nicht so schnell wieder ran.

Offline Toni

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #664 am: Oktober 22, 2023, 14:26:04 »
Wenn du gute Achsen willst, musst du nach Polen...  ::)
Meine zerlegten sahen auch alle so aus.

Ich habe den Triebling so ausdistanziert, dass er nahezu vollflächig auf dem Tellerrad läuft. Ist aber blöd zu sehen, weiß garnicht mehr so genau, wie ich da geguckt hatte. Irgendwo hatte ich auch was mit gelber Farbe gemacht - ist auch schon 3 Jahre wieder her.

Offline RoBi

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #665 am: Oktober 22, 2023, 17:06:37 »
Das mit den beiden Kugellagern ist völlig richtig. Das Innere ist ein normales Kugellager, das ist konstruiert um tangentiale Belastungen (oder Radiale Belastungen, was ist richtig) aufzunehmen. Also genauso wie das kleine Zylinderrollenlager innen, den Druck auf die Zahnräder und somit auf die Welle vom Triebling.
Das geteilte Lager ist ein Vierpunktlager. Dieses kann besonders axiale Kräfte aufnehmen, also Druck und Schub auf die Welle. Das sind vor allem die Kräfte, die durch das Einfedern und die damit verbundene Längenänderung der Antriebswelle und durch den Winkel der Zahnräder(Schrägverzahnung) entstehen.
Ich bin dann mal weg....

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #666 am: Oktober 23, 2023, 16:38:26 »
Bei allen anderen Achsen, die ich aufgemacht habe, waren zwei spiegelsymmetrisch angeordnete, geteilte Lager verbaut. Deshalb hatte ich mich gewundert.

Nochmal ne Frage:
Mittelfristig steht ja ein DEUTZ- Umbau ins Haus. Ist der Originalmotor mit dem 4,38er Differential, wie es beim LD 3004 verbaut wurde, halbwegs fahrbar oder schafft er die Hütte im 5. Gang nicht mehr?
Ich werde überwiegend nur geringe bis moderate Steigungen fahren.
Wenn ich mir schon die Arbeit mache, dann würde ich, wenn es möglich ist, vielleicht gleich dieses Diff nehmen.

Offline Norbert04

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #667 am: Oktober 23, 2023, 18:41:05 »
bedenke auch die Reifen - 6,5 ist kaum zu kriegen, 7,5 ist dann etwas größer - oder Toni?
immer schön voll

Offline Toni

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #668 am: Oktober 23, 2023, 22:22:10 »
Ich fahre 6.50er Mitas mit 4.38er Diff. 7.50-20 gibt es nur Chinaware.
Mit meinen 130 Pferdchen leer (3800kg) total genial, mit Ladung und Anhänger (≈ 5300kg) sieht das schon anders aus, da ist auch mal der vierte Gang angesagt am Berg.
Mit halber Leistung? Niemals. Dann eher 4,72er Diff.
5,17 sehe ich schon grenzwertig, was die Drehzahl angeht auf Langstrecke.
Hatte mal ein Diagramm gemacht, was Drehzahl, Gang und Geschwindigkeit zeigt mit den verschiedenen Übersetzungen.
Kann ich am Computer gern nochmal raus suchen.

Ich hatte neulich die Idee, auf 17,5" umzurüsten, passt aber (Allradachse) vorn nicht an den Lenkhebeln vorbei.

Offline RoBi

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #669 am: Oktober 23, 2023, 22:37:42 »
Hatte den Saug-Deutz mit 87 PS und Abregreldrehzahl 3100 Umdrehungen.
Reifen 275 80 r20
Differential vom Bus (also das zweitlängste, die Zahlen fallen mir gerade nicht ein)
Diese Paarung war einfach genial. Mit 90 auf der Autobahn hat das schon richtig Spaß gemacht, Kraft war genug da, und wenn es mal den Berg hochging den vierten rein und am Drehzahlbegrenzer gefahren. Das macht der Maschine überhaupt nichts aus.. wichtig an dem Deutz ist, dass es der Fahrzeugmotor ist, der hat nicht die rotierenden Ausgleichsmassen wie der Traktormotor, sondern andere Pleuel mit Ausgleichsmassen. Außerdem Spritzversteller und recht viel Vorförderung, irgendwie geistert im Kopf noch die Zahl von 31 Grad rum bei Nenndrehzahl.
Die beste Übersetzung an dieser Maschine hatte das kleine Iveco Getriebe, dass auch im Bus und Feuerwehr M90 verbaut war. Hier war die Abstufung perfekt. Das ZF S5 24 ist qualitativ das bessere, hier war mir aber der Sprung vom 4 Gang zum fünften Gang zu groß.  Nicht so schlimm wie beim Roburgetriebe, aber auch nicht so genial wie an dem kleinen Iveco.
Bei kleineren Rädern als die vom Allrad würde mir der Motor im fünften schon zu hoch drehen. Hier könnte die sogenannte hollandachse ja eine Lösung sein. Ich weiß, anton hat davon noch Differential liegen.
Ich bin dann mal weg....

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #670 am: Oktober 29, 2023, 11:08:18 »
Hatte mal ein Diagramm gemacht, was Drehzahl, Gang und Geschwindigkeit zeigt mit den verschiedenen Übersetzungen.
Kann ich am Computer gern nochmal raus suchen.

Wenn Du das raussuchen und mir zur Verfügung stellen würdest, würde ich mich sehr freuen.

Ich weiß immer noch nicht so recht, was ich mit dem Thema Achse machen soll und habe mich gestern deshalb erstmal weiter den Möbeln gewidmet.
Die Korpusse bestehen wie der Tisch aus Birke Multiplex, beschichtet mit einem dünnen Kunststoff, der die Holzmaserung noch durchscheinen läßt. Das ist von der Gewichtsdisziplin her vielleicht nicht ganz optimal, aber den Luxus leiste ich mir mal. Von den 1650kg Nutzlast bleibt ja noch ein Bißchen übrig.
Über die Radkästen kamen zwei Schränke, die noch Schubladen bekommen. Der linke Schrank, der neben dem Kopfende des Bettes ist, bekam einen 4cm hohen, umlaufenden Rand, damit dort abgelegtes Geraffel nicht runter fällt. Ich muß mal gucken, ob es diese Antirutschmatten zum drunterlegen auch als Zuschnitt gibt.
Unten rechts ist der Heizverteiler. Mit dem Türgriff kann man steuern, wieviel Warmluft in den Fußraum und wieviel unter das Bett geblasen wird.



Auf der rechten Seite ist , wie gesagt, ein identischer Schrank. Hier überlege ich noch, ob ich da nur zwei tiefe oder zwei tiefe und oben eine flache Schublade einbaue. Vielleicht ist letzteres besser, für Besteck, Kerzen usw.
Vorn schließt sich dann ein etwas weniger tiefer Schrank an, der vier Fächer in den Maßen von Euroboxen hat, die später mit Magneten fixiert werden. Davor kommt ein Vorhang.
Der Sprung in der Schranktiefe kommt daher, daß ich bei den hinteren Schränken an die Maße der Radkästen gebunden war und weiter vorn noch genug Platz zum Tisch bleiben muß, um vernünftig am Herd stehen zu können. So richtig elegant sieht das zugegebenermaßen nicht aus, aber eine bessere Lösung ist mir nicht eingefallen.





Befestigt wurde das Mobiliar an etlichen Stellen mit den Bauwinkeln, die ich vor fünf Jahren aus dem alten Innenausbau geerntet habe. Hinten kleben noch DM- Preise drauf.  :D
Auf jeden Fall ist das Ganze jetzt schon richtig steif und wenn man drauf haut, dröhnt auch nix. Wenn jetzt noch die Platte drauf ist und die Silikonfugen gezogen, dann ist das ein Stück mit dem Bus.

Mal sehen, ob ich heute die Arbeitsplatte fertig und den Herd rein bekomme.


Offline Toni

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #671 am: Oktober 29, 2023, 13:14:33 »
Sieht schon gut aus - die Idee mit dem Türgriff ist genial.

Tabelle hast du als Nachricht - viel Spaß beim Spielen ;)

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #672 am: Oktober 29, 2023, 21:01:18 »
Vielen Dank! Ich besorge mir noch die fehlenden Zahlen und dann spiele ich. :)

Tatsächlich hat die Arbeitsplatte den ganzen Tag in Anspruch genommen und ich war bis eben damit beschäftigt.
Alles wurde mit der Handkreis- und Stichsäge auf etwas Übermaß zugeschnitten und anschließend mittels Oberfräse und Frässchablonen auf das genaue Maß gebracht. Um Kratzer durch die Maschinen zu vermeiden wurde die Plattenoberfläche vorher noch mit Malerkrepp abgeklebt. Dummerweise wurde das Zeug beim Arbeiten so fest angedrückt und beschädigt, daß es nur noch fitzelweise runterzupulen ging.
Nebenbei: Die Unterlagen unter den Schraubzwingen sind Stücke von alten Großküchen- Schneidbrettern. Das Material hat exakt die richtige Festigkeit, um die Anpresskraft gut zu verteilen und trotzdem nicht die Oberfläche zu versauen. Keine Ahnung, was das ist. Fühlt sich ein Bißchen wie PTFE an.



Nachdem alles passte, wurden die Kanten sorgfältig verschliffen. Besonders die Stellen, wo der Fräser warm geworden ist und eine braune Stelle hinterlassen hat, sind ganz schön hartnäckig. Anschließend kam, wie auch bei den anderen Möbeln, eine Bienenwachsemulsion drauf. Ich finde, so sieht das besser aus als ein Umleimer.



Und gleich nochmal gucken, wie das mit Kochfeld aussieht. 8)



An der Stelle frage ich mich, wie so ein Kochfeld eigentlich festgemacht wird. Einfach mit Silikon ankleben oder gibt es da ein Spezialprodukt bzw. irgendwelche Klebe/Dichtbänder?
Auch bei dem Möbelbeschlägen weiß ich noch nicht, was ich mache. Mal gucken, ob es "rüttelfeste" Vollauszüge gibt.
Und dann wäre noch die Verriegelung der Schubladen. Momentan tendiere ich dazu, links und rechts jeweils ein Pushlock einzubauen.
« Letzte Änderung: Oktober 30, 2023, 14:07:31 von Surströmming »

Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #673 am: Oktober 30, 2023, 14:10:07 »
Ich hab's nicht ausgehalten und heute in der Mittagspause das Ganze mal aufeinander gelegt.  :)



Das passt alles soweit ganz gut zusammen...



...nur der Platz zwischen dem Anschlußröhrchen und der Seitenwand des Schrankes beträgt nur 6cm. Mal gucken, wie ich bei der Installation hinkomme.


Offline Surströmming

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Re: Mein neuer Bus
« Antwort #674 am: November 02, 2023, 09:21:42 »
So, dank des Feiertages ist die Arbeitsplatte nun fest montiert. Normalerweise hätte ich das Ding verleimt, aber hier habe ich im Interesse einer möglicherweise notwendigen Demontage darauf verzichtet.
Dementsprechend wurde eine ordentliche Handvoll Bauwinkel verarbeitet. Es ist ganz erstaunlich, wie sehr die Sache beim Draufklopfen zum Schnarren neigt. Also ist ungefähr alle 30cm ein Winkel.
Dann wurde außenrum alles zusilikoniert. Ich kann das nicht gut und klebe deshalb immer alles vorher mit Malerkrepp ab, das ich sofort nach dem Ziehen der Fugen wieder abreiße. Das ist ein ziemlicher Sackstand, aber das Ergebnis sieht dann ungefähr so aus, als ob ich es könnte.  :D



Bei meinen Überlegungen zum Gas habe ich immer noch das Problem, daß die Staukästen nur 38cm Platz nach oben geben. Das ließe theoretisch nur 3kg- Flaschen zu.
Der Aktuelle Stand wäre, eine selbstbefüllbare 3kg- Flasche zu besorgen und von dem direkt unter dem Herd befindlichen Staufach einfach so, wie hier mit der Platte angedeutet, ein Fach abzuteilen, das dann vorn mit einem Gummiprofil an der Klappe abgedichtet wird und natürlich nach unten seine 100cm² große Öffnung bekommt.
Wenn ich die Flasche vor dem Urlaub voll mache dürfte das für drei Wochen mehr als ausreichend sein.
Die Frage ist, ob so ein Aufbau zulässig wäre. Kennt sich hier jemand damit aus?
Darf ich einfach mit dem Schlauch nach oben durch die Dielen und direkt an den Herd oder muß ich auf dem kurzen Stück mit Stahlrohr, Schottdurchführung und dem ganzen Gedöns arbeiten?


 

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