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Autor Thema: LD-Motor springt nicht an  (Gelesen 3631 mal)
RoBi
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« am: Juli 15, 2008, 17:26:05 »

Liebe Freunde,

wollte im Technik-Forenbereich schreiben, das geht aber irgendwie nicht. Deshalb hier mein heutiges Problem mit der Bitte, mir zu helfen.

Nachdem der Motor (LD 2002 A) eine Minute mehr schlecht als recht gelaufen ist, starb er mit immer mehr Zündaussetzern ab. Weitere Startversuche erzeugten bei Vollgas einzelne Zündungen, die aber sofort wieder abstarben. Ohne Gas (also Diesel) garnichts.

Tank ist 1/3 voll. Habe mit der Handpumpe gepumpt, es fühlt sich nicht leer an und erzeugt dabei ein Geräusch, wie wenn ein Kugelventil rattert.

Ich tippe auf den Dieselfilter. Oder würde ich das beim Handpumpen merken, wenn er zu ist? Glühkerzen ziehen ordentlich Strom.

Muß ich nach dem Filterwechsel etwas wesentliches beachten (entlüften oder so?) Hatte bislang nur mit dem LO zu tun, und das ist 20 Jahre her.

Danke für Eure Unterstützung!

Sven
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ifa
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« Antworten #1 am: Juli 15, 2008, 19:47:21 »

Na als erstes würde ich dann mal das Schauglas an der Handförderpumpe bzw. dessen Filtereinsatz kontrollieren.

Marek
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liebski74
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« Antworten #2 am: Juli 15, 2008, 20:22:14 »

wenn das Schauglas ok ist, Entluefte mal die Dieselfeinfilter am Motor, jeder der Filter hat eine Entlueftungsschraube, vorsichtig anziehen, ist nur Alumium. Alle Verschraubungen an den Dieselleitungen kontrollieren, bei mir war mal eine etwas locker und bei Vollast hat\'s Luft gezogen und der Motor ist am Berg ausgegangen.
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matjor
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« Antworten #3 am: Juli 15, 2008, 20:48:14 »

hallo,

also der filter an der handpumpe ist wirklich der erste gang. die leitung die von der handpumpe abgeht ist auch gern undicht, merkt man aber beim pumpen.
wenn er lange mit 1/3 vollem tank gestanden hat, kann sich dort über die zeit wasser angesammelt haben. das brennt dann ganz schlecht. dann vielleicht einfach diesel wechseln oder etwas spiritus dazu. kannst ja mal etwas diesel in ein glas ablassen, sieht man recht gut wenn da wasser drin ist.

viel erfolg!
m.
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RoBi
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« Antworten #4 am: Juli 16, 2008, 08:01:32 »

Danke für Eure Hinweise!

Nun, ein Schauglas kann ich beim besten Willen nicht finden. Wenn ich von der linken Radkastenseite auf die Einspritzpumpe sehe, in welche Richtung muß ich mich orientieren? Kann sein, dass der VB das Glas überpinselt hat...

Beste Grüße!
Sven
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matjor
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« Antworten #5 am: Juli 16, 2008, 16:10:41 »

ist eigentlich auch kein glas ... gemeint ist der schnappsglasgroße behälter direkt unter bzw. an der handpumpe, in dem sich ein kleiner filter befindet. manchmal ist er aus plastik (achtung der geht schnell hinüber) und wenn du glück hast aus alu. klick teil nr. 8

war das früher mal aus glas @ liebski & ifa?
« Letzte Änderung: Juli 16, 2008, 16:13:55 von matjor » Gespeichert

ANA
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« Antworten #6 am: Juli 17, 2008, 20:41:37 »

Hallo Robi,
das Schauglas gab es früher aus Glas,ist später aus Plaste.
Der Napf ist unterhalb der Handpumpe!
einfach mal aufschrauben.
Wenn der ok ist dann weiter nach oben Dieselfilter wechseln und immer wieder entlüften.
Wenn man mit der Handpumpe vorpumpt läuft der Motor?
Viele Grüße
Uwe
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RoBi
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« Antworten #7 am: Juli 17, 2008, 22:19:21 »

Auch diesmal wieder: Danke für Eure Hilfe!

Robi läuft noch immer nicht. Habe von vorne nach hinten geprüft. Diesel ist raus (stank eigentlich mehr nach Verdünnung) und gegen neuen gewechselt. Dann eine Rolle Isolierband um die Stahlfelex-Leitung gewickelt, die zur Dieselpumpe an der Einspritzpumpe führt. Sieht etwas mitgenommen aus.

Wie ist das eigentlich: Wenn ich bei FBZ oder sonstwem eine solche neue Leitung bestelle, bekomme ich dann eine \"neue\", die 20 jahre alt ist??? Nicht bös gemeint die Frage.

Dann das Plaste-Schuglas geöffnet und den völlig zugesetzten Filtereinsatz gesäubert.

Als nächstes die beiden Filter geöffner und entleert. Die Einsätze sehen jungfräulich aus, nur ganz wenig sachwarze Ablagerung am Gehäuse innen.

Nun fleißig gepumt. Nach etwas Zeit höre ich, wie der Diesel wieder in den Tank zurückplätschert. Ist jetzt genug entlüftet?

Mehrere lange Startversuche brachten außer gelegentlichen Zündungen und schwarzem Rauch nix. Habe dann Starthilfespraü genommen, plötzlich kam Leben in die Bude. Leider war in der Flasche nur ein Rest drinnen, war fix alle.

Noch kein Grund für mich zu resignieren! Wenn ich so unter Robi liege und mir die Sache anschaue, kann es nicht viel sein, worann es klemmt. Will sagen, mir macht es Spaß, dem \"Ungetüm\" wieder Leben einzuhauchen und Robi Schritt für Schritt zurecht zu machen. Weil es eben machbar ist. Bei meinem Astra war neulich der Nockenwellenensor defekt. Ein Fehler, den ich weder finden noch beheben kann. Da fühle ich mich irgendwie ausgeliefert. Beim jetzigen Problem hingegen kann ich systematisch vorgehen, Teile wechseln und nicht zuletzt hier um Rat fragen. Es ist alles irgendwie durchschaubar.

Deswegen auch gleich noch eine Frage: Kann / muß die Einspritzpumpe entlüftet werden, und wie geht das? Ich gehe davon aus, daß in den vier Leitungen von der Pumpe zu den Düsen keine Luft ist. Kann aber auch falsch sein.

Bis bald und viel Spaß wünscht Euch

Sven aus Jena
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Хелмар
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« Antworten #8 am: Juli 17, 2008, 22:39:19 »

Also wenn du den Dieselstrang komplett geöffnet hast mußt du auf jeden Fall gründlich entlüften. Das bedeutet, daß zumindest die ESP ordnungsgemäß entlüftet werden sollte, daß diese zuverlässig fördert und einen vernünftigen Druck liefert. Die Filter sollten dann ebenfalls entlüftet werden, da es auf Grund des Volumens lange dauert bis diese vollgelaufen sind. Im Idaealfall sollte er dann aus eigener Kraft anspringen können. Entlüften bedeutet aber nicht, den Diesel durchzupumpen. Mit der Handpumpe soll durch den einströmenden Diesel die Luft aus dem System gedrückt werden. Dazu müssen an Punkten wie ESP und Filter nacheinnander die Entlüftungsschrauben geöffnet werden. Wenn dort nur noch diesel austritt ist der jeweilige Punkt entlüftet und die Schraube kann wieder zugedreht werden. Wenn das System vollständig entlüftet ist, wird der Widerstand bei der Handpumpenbetätigung merklich zunehmen.
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...immer unterwegs und überall zuspät...
madineg
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« Antworten #9 am: Juli 18, 2008, 07:05:21 »

da diesel schlechter komprimierbar ist wie luft.

sehr schön macht sich da die elektrische vorförderpumpe - aufschrauben, zündung an, zuschrauben und weiter zum nächsten....sie sollte allerdings am tank sitzen, also quasi am anfang der zuleitung
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...und die Straße erhob sich und schlug mir ins Gesicht
Nico79
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« Antworten #10 am: Juli 18, 2008, 14:05:10 »

Wenn er nach dem Entlüften noch nicht mag, überprüfe mal die Ventilspiele und, wenn du kannst, auch die Einspritzdüsen, ob die ordnungsgemäß funktionieren. (100bar Öffnungsdruck)

Viel Erfolg!
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matjor
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« Antworten #11 am: Juli 20, 2008, 18:37:37 »

und wegen der leitung ... schnapp dir die alte und fahr zum nächsten hydraulikheini, die haben eigentlich alles da und pressen notfalls auch die alten hohlschrauben nochmal an ne neue leitung an. ich wette du hast nur ein entlüftungsproblem. ich hab beim letzten filterwechsel auch falsch entlüftet, da geht dann nix mehr, kann mich aber schon nicht mehr erinnern wies richtig war. in reihenfolge aus richtung tank entlüften oder umgekehrt? jedenfalls musst du - wie die netten kollegen bereits schrieben -  die entlüftungsschraube an vor- und nachfilter (nacheinander - reihenfolge hab ich wie geschrieben aber vergessen) öffnen und dann pumpen bis da ordentlich was rausläuft. is bissl matschig das ganze und schwappt gern übern keilriemen, was dem nicht gut tut!
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Nico79
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« Antworten #12 am: Juli 22, 2008, 22:34:27 »

Entlüften der Einspritzanlage

Handrad der Förderpumpe nach links drehen (bis Pumpen möglich ist) und Drosselhebel in Volllaststellung (mit 5xL - neue Rechtschreibung Grin) bringen
Entlüftungsschraube am Filter öffnen
pumpen, bis Kraftstoff luftblasenfrei heraustritt
Schraube schließen
beide Entlüftungsschrauben am Oberteil der Einspritzpumpe lösen und weiterpumpen bis Kraftstoff luftblasenfrei heraustritt
Schrauben anziehen
Pumpe niederdrücken und nach rechts drehen
Abdeckplatte des Einspritzpumpenoberteils abschrauben
unter Einstellschraube des Rollenstößels fassen (Spezialwerkzeug) und den Rollenstößel pumpemartig betätigen bis die Düse abspritzt (schnarrt hörbar)
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