...das hat man früher tatsächlich gemacht - zum EINFAHREN von Motoren, d.h. die ersten 3 - 4 Tankfüllungen je nen Liter Motorenöl mit drauf um das Einlaufen der Komponenten, insbesondere der Ventilführungen zu erleichtern.
Als ich meinem ollen VW-Versagerboxer neue Kolben, Laufbuchsen und Ventile spendiert hatte, hab ich das auch mal gemacht und die Bude schön entspannt auf der Piste 800km eingefahren - die 60 Pferdchen waren nicht wieder zu erkennen und der Bulli lief mit HP501-Fahrgestell hinten drin auf der Bahn tatsächlich 140 ltd. Tacho auf der Geraden. Weshalb ich dem Motor neue Komponenten spendiert hab - die vorderen beiden Zylinder hatten mit original 54tkm nach 23 Jahren Kompressionswerte unterhalb der Verschleißgrenze, die beiden hinteren waren auf Auslieferungszustand des Neumotors, der aber noch nie offen. Nach ewigem Rätselraten zur ungleichmäßigen Abnutzung fiel mir die Geschichte von dem Bus wieder ein - Depotfahrzeug und 1x im Monat mit Vollgas aus der Halle zum Waschplatz und zurück - Motor nie richtig warm, nur Kurzstrecke und immer mit Schmackes - da konnte sich nienicht ein brauchbarer Schmierfilm an den vorderen Zylindern aufbauen, dafür war die serienmäßige Ölpumpe einfach zu schwach... Vor der Revision lief der Boxer leer mit Rückenwind, Heimweh und 12% Gefälle mit Müh' und Not 120 mit Anlauf.
Der Boxer läuft heute noch, wenn auch in einem anderen Bus tadellos ohne Probleme. Ich freue mich jedesmal, wenn ich den Bus in der Stadt sehe und "meinen" Motor hören kann - absolut sauberes Boxerbrummen, rund und schön
