Wie es weiter ging:
Irgendwie gefiel mir die olle kackbraube Kunstlederabdeckung auf dem Motortunnel nicht und ich habe mir gedacht, das Ganze in einem passenden Blau zu filzen. Also wurde die Haube ausgebaut und begutachtet. Zwei tiefe Beulen, die sich aufgrund der Doppelwandigkeit nur recht aufwendig entfernen lassen würden, machten sie dafür unbrauchbar. Zum Glück lag im Messykabinett noch eine gute Haube aus einem Schlachtbus. Also nehmen wir die. Blöd nur, daß sie einen völlig anderen Scharnier als die Alte hat. Also erstmal umschweißen.
Dann blank machen:

Nun kam eine dicke Schicht Rostschutzlack drauf, wobei Schichtstärke über Schönheit ging. RAL 5015 wurde gewählt, weil das blaue Filzmaterial etwas durchscheinend ist.

In den Hohlräumen (ca. 4cm dick) liegen ab Werk irgendwelche losen Styroporplatten, die typischerweise inzwischen komplett zerbröselt sind. Aus diesem Grund wurden von innen einige 8mm große Löcher gebohrt und das Ganze mit 2K- Montageschaum gefüllt. Ich weiß: Das Zeug gehört nicht ins Auto, aber in diesem Fall gibt es vermutlich keine bessere Lösung. Tatsächlich hat der Motortunnel schon eine Stunde später beim Draufklopfen erheblich trockener geklungen.

Beim alten Tunnel hatte sich ein Dämmaufbau aus 9mm Armaflex und einer Rettungsdecke ganz gut bewährt. Normalerweise wird der Tunnel nach ein paar Kilometern fühlbar warm, was im Sommer schnell unangenehm wird. Hier blieb die Erwärmung auf einem akzeptablen Niveau.
In den vergangenen Jahren haben einige Robure Feuer gefangen, weil irgendwelches Dämmaterial zu nahe am Krümmer war. Deshalb hatte ich Armaflex gewählt, das ja selbstverlöschend ist. Obendrein habe ich während der Fahrt öfter mal die Haube hochgeklappt und geschnüffelt. Nix passiert.
Das Hitzeschutzblech hatte sich in die Dämmung eingearbeitet und das Armaflex- Klebebend sogar am Kümmer gescheuert. Nicht einmal die Elastizität hat sich geändert. Also kann man das wohl guten Gewissens so machen.


Also kam das Armaflex rein...

...und dann die Rettungsdecke.

Endlich konnte die Außenseite gefilzt werden.

Tatsächlich hat das Ganze recht gut funktioniert. Der Lärm ist deutlich weniger geworden und es wird auch nach längerer Fahrt nicht deutlich wärmer am rechten Knie.
Als Nächstes fand nochmal ein Ölwechsel statt und die Ventile wurden eingestellt. Das war auch höchste Zeit, wie sich zeigte. Dann kann der Tunnel rein.
Das originale Körbchen, das beim LKW auf dem Tunnel sitzt, funktioniert auch im Bus, wenn man es so weit nach hinten versetzt, wie es gerade so noch möglich ist. Dort hinein passt gerade so das Hundebett, so daß unser Reißwolf eine exzellente Aussichtsposition hat.

Etwas Kopfzerbrechen bereitete mir noch die Lärmdämmung um die Handbremse herum. Wirksame Abhilfe schaffte ein simples Stück 5mm dicken, gewebeverstärkten Butylgummis. Manchmal ist es so einfach...
>kurzes Video<Jetzt wurde es ernst.

